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Studie: Gesundheit & Krankheit im Alter

“Gesundheit und Krankheit im Alter” ist der Titel einer heute erschienenen Studie. Die rund 300 Seiten starke Veröffentlichung ist eine Gemeinschaftsarbeit des Statistischen Bundesamts, des Deutschen Zentrums für Altersfragen und des Robert-Koch-Instituts.

rkiWas sind die Bedingungen für ein Älterwerden in guter Gesundheit? Welche Rolle spielen dabei gesundheitliche, medizinische und pflegerische Angebote? Wird die Gesundheit immer teurer, wenn die Gesellschaft immer älter wird? Und wird die soziale Ungleichheit im Zukunft eine noch stärkere Bedeutung für die Gesundheit im Alter haben? Das sind nur einige Fragen, auf die die Autoren der Studie eine Antwort suchen.

  • Im ersten Teil “Wer sind die Alten?” unterscheiden die Autoren zunächst Altern als Prozess vom Lebensabschnitt Alter, der in Wirklichkeit zwei Lebensabschnitte umfasst: das “junge Alter” zwischen 65 und 85 und das “alte Alter” ab 85 Jahren. Die Autoren erläutern verschiedene Faktoren, die die Gesundheit im Alter beeinflussen, und wechseln dann zur demografischen Perspektive. Hier erscheint das Altern als ein Prozess der Verschiebung der Altersstruktur der Gesellschaft.
  • Im Teil “Alter = Krankheit?” stehen Gesundheitszustand und Gesundheitsentwicklung im Mittelpunkt. Dabei geht es nicht nur die körperliche und psychische Gesundheit alter Menschen, sondern auch um die funktionale Gesundheit, die Pflegebedürftigkeit und die subjektive Gesundheit. Der zweite Teil mündet in der Frage, ob der demografische Wandel zu einer Kompression oder Expansion der Morbidität führen wird.
  • “Schicksal, Schichtzugehörigkeit oder Verhalten” ist der Titel des Teils, der gesundheitsrelevante Lebenslagen und Lebensstile thematisiert. So ist zum Beispiel die Aussicht auf ein langes und gesundes Leben nach Merkmalen wie Einkommen, Bildung oder Berufsstatus ungleich verteilt. Themen sind auch die Inanspruchnahme ärztlicher Versorgungsangebote und die Bedeutung von Prävention im Alter, durch die Gesundheitsprobleme günstig beeinflusst werden können.
  • Der Teil “Systeme mit Altersschwäche” nimmt die Angebote der ambulanten und stationären Versorgung unter die Lupe. Dazu gehören die familiäre und ehrenamtliche pflegerische Versorgung sowie die Vernetzung in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung. Die Frage nach dem Warum der Vernetzung rundet den vierten Teil ab.
  • Der fünfte und letzte Teil kreist um die Frage “Wie teuer wird das Altern?”. Es geht um  die Finanzierung der Gesundheitsversorgung alter Menschen, die Krankheitskosten, die Bedeutung der demografischen Alterung für die Ausgaben im Gesundheitswesen sowie um ältere Menschen als Kunden der Gesundheitswirtschaft. Der Teil führt zu der Frage, ob Gesundheit unter den Bedingungen von Demografie und Fortschritt bezahlbar bleibt.

Download der Studie als PDF (3,1 MB)

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