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Ware Tier

Heute ist Weltvegetariertag. Was immer man auch von Welttagen (am 1. November wird uns ein Weltveganertag beschert) und Verbänden halten mag, die Zahlen, die der Vegetarierbund Deutschland heute veröffentlicht hat, sind – wie soll ich das jetzt zurückhaltend ausdrücken? – zumindest einen Gedankenstrich wert:

1094-Tiere-im-Jahr

Insgesamt werden in Deutschland jährlich rund 1,1 Milliarden Tiere gegessen (ohne Fische und Meerestiere). Wenn jeder Deutsche einen fleischfreien Tag in der Woche einlegen würde, rechnet der Vegetarierbund vor, könnten bundesweit jedes Jahr 157 Millionen Tiere vor der Schlachtbank verschont werden.

Tatsächlich aber steigt die Fleischproduktion Jahr für Jahr. Im ersten Halbjahr 2009 um zwei Prozent auf knapp 3,8 Millionen Tonnen, meldet das Statistische Bundesamt. Zwischen Januar und Ende Juni 2009 wurden dabei 758.000 Schweine mehr  (+ 2,8 Prozent) geschlachtet als im ersten Halbjahr 2008 – insgesamt 27,7 Millionen Tiere. Dagegen stieg die Zahl der Rinderschlachtungen “nur” um 1,9 Prozent auf 1,8 Millionen Tiere.

Ich spare mir mal die Diskussion um das fragwürdige Zusammenspiel von Zivilisationsprozess und  Massentierhaltung, um die Fleisch-Mafia und um die ökologischen Folgen des Fleischkonsums.  Hier nur  (vorausblickend auf den Welttiertag am kommenden Sonntag) der Hinweis auf die wirklich sehenswerte, weil  ohne jeden Missionseifer gedrehte Dokumentation Ware Tier von Christian Rohde (die bis vor kurzem noch bei Youtube eingestellt war, als Download im Netz kursiert, aber auch als DVD erhältlich ist).

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