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10 Gespräche mit Thomas Bernhard

1981

Die ganze Welt erstickt ja fast am Geist.

1979

Je primitiver eine Zeitung ist, desto mehr Gewinn ziehe ich daraus.

1984

Ein Buch schreiben ist eine Art Geschlechtsverkehr.

1968

Man variiert das halt. Oder man spannt neben dem Seil noch eins. Aber es ist immer derselbe Zirkus, wenn man halt drüberspaziert. Nur wenn man runterfällt, dann ist es aus.

1986

Ich schreibe nicht für Depperte, den man alles vorgeben muss.

1978

Es ist sicher wichtig, wenn man ein schönes Gedicht liest, dass man dazu auch noch erfährt, dass das vielleicht ein Massenmörder war, der das geschrieben hat.

1969

Es gibt so viele Leute, die vom Spazierengehen allein leben, man glaubt es gar nicht.

1981

Das sagt nicht, dass ich auch ernste Sätze geschrieben habe, zwischendurch, damit die Lachsätze zusammengehalten werden. Das ist der Kitt. Das Ernsthafte ist der Kitt für das Lachprogramm. Man kann auch sagen, das ist ein philosophisches Lachprogramm, das ich irgendwie aufgemacht habe vor zwanzig Jahren, wie ich zum Schreiben angefangen hab.

Teil 2 ¦ Teil 3 ¦ Teil 4 ¦ Teil 5

1984

Das ist kleinbürgerlich, katholisch, nationalsozialistisch.

1967

Jeder Zug hat natürlich einen Anfang und ein Ende. Ich kann jetzt nur sagen, die und die Waggons fahren mit.

1 comment to 10 Gespräche mit Thomas Bernhard

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