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Dokumentiertes Denken

Screenshot: Michel Foucault par lui-même - un film de Philippe CalderonScreenshot: Michel Foucault par lui-même

Auf YouTube entdeckt: die einstündige ARTE-Dokumentation Foucault par lui même von Philippe Calderon und François Ewald aus dem Jahr 2003. Aus der Ankündigung der Erstausstrahlung zum 20. Todestag Michel Foucaults im Jahr 2004:

Der Film ist keine Biografie. Außer Geburts- und Sterbedatum und dem Erscheinungsjahr der wichtigsten Werke – “Geschichte des Wahnsinns”, “Überwachen und Strafen”, “Die Ordnung der Dinge” – erfährt man praktisch nichts über das Leben des Philosophen. Der Film will etwas anderes: Durch das lebendige Wechselspiel zwischen Auszügen aus den genannten Werken (von einer Off-Stimme gelesen) und zahlreichen Äußerungen von Foucault selbst (Ausschnitte aus Vorlesungen, TV-Sendungen und Interviews) führt der Film den Zuschauer in Foucaults Denken ein und lässt es ihn anschaulich erfahren. Im Mittelpunkt des Geschriebenen und Gesagten stehen die großen Foucaultschen Themen: Wahnsinn, Justiz, Machtformen, Wahrheitsdiskurse und die Figur des abendländischen Menschen. Die Bilder veranschaulichen Orte der Macht und des Wissens: psychiatrisches Krankenhaus, Fabrik, Campus, Gemälde von Bosch und Velazquez, Naturgeschichtliches Museum usw. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Passagen aus Ferensehsendungen, die Foucaults präzisen Denk- und Redestil belegen.

Michel Foucault par lui-même - un film de Philippe Calderon pt.7

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