Gapminder (in Google-Deutsch: Trendanalyzer) ist ein Tool, um Statistiken zu animieren. Hinter der Software steht die von Hans Rosling [@HansRosling] gegründete (und von Google aufgekaufte) schwedische Gapminder-Stiftung (mehr hier im Blog). Zur Fußball-Weltmeisterschaft bietet Gapminder eine Reihe animierter Grafiken an, die die ‘Welt’ in der Meisterschaft in ein anderes Licht rücken.
Da stellt sich zum Beispiel die Frage, warum mehr als die Hälfte der für die Weltmeisterschaft qualifizierten Teams aus den reichsten Ländern der Erde kommen, aber nur zwei Nationalmanschaften – Ghana und Nordkorea – aus armen Ländern. Uruguay, das mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 11.200 US-Dollar im Jahr zu den Ländern mit gehobenem mittlerem Einkommen zählt, stehen ab heute die Halbfinalisten Spanien, Deutschland und Niederlande gegenüber, in denen das Pro-Kopf Einkommen etwa drei Mal so hoch ist.
Schaut man sich die bisherigen 18 Fußball-Weltmeister seit 1930 an, gibt es ein Patt zwischen den reichsten Ländern und den Ländern mit gehobenem mittleren Einkommen. Die reichen Europäer mit einem Durchschnittseinkommen von 31.000 US-Dollar im Jahr holten neun Mal den Titel. Ebenso oft wie die Südamerikaner mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 11.500 US-Dollar im Jahr.
Mit Gapminder lassen sich noch andere Fragen beantworten. Etwa die nach dem Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsgröße eines Landes und dem fußballerischen Erfolg. Schließlich sollte ein größeres Land auf mehr Talente zurückgreifen können. Allerdings haben Slovenien mit gerade mal zwei Millionen Einwohnern und Uruguay mit seinen dreieinhalb Millionen Einwohnern gezeigt, dass auch kleine Ländern Erfolg haben können. Und Portugal, im FIFA-Ranking auf Platz 3, ist mit seinen knapp elf Millionen Einwohner auch nicht gerade ein Riese.
Verwandte Einträge












Spanien hat das rennen gemacht! Sie waren klar das bessere Team. Sie haben das Spiel dominiert. Iniesta hat das entscheidene Tor geschossen. Mit seiner Spielintelligenz ist er kaum aufzuhalten. Trotzdessen bin ich froh das Thomas Müller zum Jungstar und Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika geehrt würde.